Arztbesuch mit Baby

Mit einem Baby werden ganz alltägliche Dinge zu einer Herausforderung. Besonders heikel sind Arztbesuche. Es ist nervig und super langweilig, wenn man seit zwei Stunden trotz Termin beim Arzt im Wartezimmer sitzt, das übervoll und mit gefühlten 48 Grad viel zu heiß und stickig ist. Klar, dass dem Baby da schnell der Geduldsfaden reißt. Es will sich bewegen, den Raum erkunden, hat Durst, Hunger und dazu auch noch eine volle Windel. Aber es muss warten, es kann ja schließlich jeden Moment losgehen. Da werde ich ganz schön nervös: Soll ich unseren Wurmi nun stillen? Ihn füttern? Ich kann ja jede Sekunde aufgerufen werden und ihn beim Essen oder Trinken zu unterbrechen, führt zu noch größerem Geschrei als ohnehin schon. Kann ich ihn auf den Boden legen, damit er sich ein wenig bewegen kann, obwohl hier den ganzen Tag Patienten mit Straßenschuhen ein und aus gehen? Wie soll bloß die Behandlung möglich sein, wenn der Wurm jetzt schon nur nölt, ich kann mich während der Behandlung ja schlecht um ihn kümmern. Dazu kommt, dass die Gänge für den Kinderwagen viel zu eng sind und man sich dumm und dusselig rangiert. Und zu allem Überfluss muss ich auch noch aufs Klo.

Vor Arztbesuchen habe ich immer ein bisschen Bammel, aber da muss ich durch. Schließlich kann der Vater ja nicht immer einen Urlaubstag für eine Routineuntersuchung einlegen. Und bislang hat es auch immer mehr oder weniger gut geklappt.

Beim Arzt ist das Baby ruhig

Wie nölig, ungeduldig und unzufrieden unser Wurmi im Wartezimmer auch war – es gab auch Arztbesuche, bei denen er jeden Patienten mit einem strahlenden Lächeln begrüßt und das ganze Wartezimmer verzückt hat – so erstaunt war ich jedes Mal, wie ruhig er war, wenn die Behandlung dann los ging. Er war immer ganz interessiert an dem Behandlungszimmer, an den Ärzten und an den Geräten. Wirklich kein einziges Mal war die Behandlung ein Problem. Besonders toll findet er natürlich den Gynäkologen, wenn der Ultraschall ansteht. Denn das bedeutet Kinozeit: Den Ultraschall können Wurmi und ich uns über einen Beamer an der Wand anschauen, so viel Fernsehen ist schon ein Highlight für unser kleines Baby.

Gut vorbereitet zum Arztbesuch

Kurzum: Arztbesuche plane ich so, dass unser Wurmi gut ausgeschlafen ist, nicht hungrig und frisch gewickelt. Ich packe seine Lieblingssnacks und diverse Spielsachen ein sowie eine Decke, damit er sich bewegen kann. Mag übertrieben sein, aber ich habe keine Lust, dass mich ein voll besetztes Wartezimmer bei meinen kläglichen Versuchen, mein Baby zu beruhigen, beobachten.

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