Entspann dich, Mama!

Dieses Jahr war mein erster Muttertag – für mich schon irgendwie etwas ganz Besonderes. Da unserem Sohn kein gutes Geschenk eingefallen ist, hat sich der Vater erbarmt und mir eine kleine Freude bereitet. Ganz klassisch: Mit einem dicken Blumenstrauß und einem Massagegutschein überraschte er mich. Die Blumen standen sofort auf dem Tisch, der Massagegutschein lag eine Weile im Schrank. Irgendwie hat es nie gepasst, schließlich musste der Vater das Baby nach Feierabend hüten und ich musste einen freien Termin um 19.00 Uhr in der Massagepraxis ergattern. Doch diese Woche war es so weit: Um die Massage nicht wieder zu vertagen, habe ich direkt am Montag einen Termin vereinbart und ließ es mir heute Abend so richtig gut gehen. 60 Minuten traditionelle Tuina-Ganzkörpermassage stand auf dem Programm. Jetzt, nach der Massage, kann ich gar nicht verstehen, warum ich den Gutschein nicht direkt am ersten Tag nach dem Muttertag eingelöst habe.

Zeit für eine Auszeit

Ich bin schon ziemlich verspannt, was sicherlich auch daran liegt, dass ich unseren 9,5 Kilogramm schweren Brocken doch recht häufig in der Bondolino trage. Einige dieser Verspannungen konnte die Massage sicherlich lösen oder zumindest lindern. Doch das war nicht das Schönste für mich an dem Massageerlebnis. Am meisten genossen habe ich die 60 Minuten einfach nur für mich. Das anstrengende am Mutterdasein ist für mich vor allem die Tatsache, dass ich rund um die Uhr für unseren Sohn verantwortlich bin. Dass ich stets in Bereitschaft stehe, ihn zu füttern, zu wickeln, zu trösten, zu kitzeln – auch wenn er seinen Mittagsschlaf hält, ich bin irgendwie immer bereit, mich um ihn zu kümmern. Bei der Massage war der Vater bei unserem Sohn, ich konnte mich gar nicht um unseren Wurmi kümmern, konnte nicht hören, wenn er weint oder lacht, ich hatte keinen Grund, in Bereitschaft zu sein. Während der Massage musste ich mich um nichts kümmern, ganz im Gegenteil, es kümmerte sich jemand um mich. Ich habe es in vollen Zügen genossen, einfach mal nur da zu liegen und mich ordentlich durchkneten zu lassen. So tiefenentspannt war ich schon lange nicht mehr. Diese kleine Auszeiten sollte sich Mutter unbedingt mal öfter gönnen – oder der Vater der Mutter.

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