Gesunder Birnenkuchen

Eigentlich ist es viel zu warm, um den Ofen anzuschmeißen. Eigentlich interessiert das aber niemanden außer meiner Wenigkeit, vor allem nicht meine Männer. Denn die hungrigen Mäuler wollen gestopft werden, sommerliche Temperaturen hin oder her. „Gut, dann backe ich eben, aber nur wenn die beiden Jungs mit mir in der Küche werkeln und wir gemeinsam die Ofentemperaturen ertragen“, dachte ich mir und so starteten wir das Backvergnügen.  

Jeder durfte sich etwas wünschen: Der Vater entschied sich für ein Karotten-Müsli-Brot, der Sohn wollte irgendetwas mit Birnen und mir war nach Zimtschnecken. Irgendwas mit Birnen war wohl die größte Herausforderung beim heutigen Backen. Denn unser Sohn soll nach wie vor möglichst keinen Zucker zu sich nehmen, also haben wir einen veganen Birnenkuchen ohne Zucker gebacken. Es war ein Experiment, aber mal wieder hat sich das Wagnis gelohnt. Unser Sohn hat beim Backen fleißig mit angepackt und ist ganz aus dem Häuschen, wenn er „seinen“ Birnenkuchen betrachtet – keine Rede von den Jubelfreuden, in die er gerät, wenn er den Kuchen dann auch noch verputzen darf.

Rezept für einen veganen und zuckerfreien Birnenkuchen 

Zutaten für den Teig

  • 350 Gramm Vollkornmehl
  • 100 Gramm Leinsamen
  • 100 Gramm Rosinen 
  • 150 Milliliter Sojamilch
  • 150 Milliliter Leinöl
  • Ein halbes Päckchen Backpulver

Zutaten für den Belag:

  • Eine mittelgroße geschälte und in Scheiben geschnittene Birne

Für das Topping: 

  • Eine mittelgroße geschälte und pürierte Birne
  • 150 Gramm gehackte Nussmischung

Für den Teig habe ich zunächst 100 Gramm Leinsamen und 100 Gramm Rosinen in 150 Millilitern lauwarmer Milch etwa zehn Minuten quellen lassen. Anschließend habe ich das Gemisch gehäckselt und für weitere 15 Minuten quellen lassen. Zu dem Gemisch habe ich dann 350 Gramm Vollkornmehl, ein halbes Päckchen Backpulver und 150 Milliliter Leinöl gegeben und zu einem Teig verknetet. Diesen habe ich in einer geölten Springform gleichmäßig verteilt. Anschließend habe ich zwei mittelgroße Birnen geschält. Eine Birne habe ich in dünne Scheiben geschnitten und die Birnenscheiben habe ich auf dem Teig verteilt. Die andere Birne habe ich püriert. Zu dem Birnenpüree habe ich 150 Gramm gehäckselte Nussmischung (Walnüsse, Paranüsse und Haselnüsse) gegeben und gut verrührt. Das Birnen-Nuss-Püree habe ich auf den Birnenscheiben gleichmäßig verteilt und den Kuchen anschließend bei 180 Grad für 45 Minuten gebacken. 

Es war das erste Mal, dass ich Leinsamen als Ei-Ersatz verwendet habe. Ich bin wirklich überrascht, wie gut Leinsamen binden und der Kuchen ist sehr saftig und locker geworden. Indem ich den Zucker durch Rosinen ersetzt habe – damit wird jeder Kuchen richtig süß – kann unser Sohn den Kuchen mit gutem Gefühl ebenfalls essen. Natürlich gibt es auch bei uns die Zucker-Kuchen-Tage, aber die sollen die Kinder-Geburtstags- und Feiertags-Ausnahmen bleiben. Am Anfang hatte ich meine Bedenken, Rosinen anstelle von Zucker zum Süßen zu verwenden, da es doch eine Menge Leute gibt, die eine Abneigung gegen Rosinen haben. Aber bislang hat noch kein Rosinen-Gegner sich beschwert, vielleicht weil die Rosinen nach dem Pürieren nicht mehr identifiziert werden können. Lange Rede, kurzer Sinn: Danke Jungs, dass ihr mich zum Backen überredet habt. Der Sonntag kann nur gut werden mit diesem Kuchen. 

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