Bretterliebe

Es geschah an einem sonnigen Wochenende. Nach dem Frühstück radelten wir am Rhein entlang in die Kölner Südstadt. Der Weg war unser Ziel – zumindest dachten wir das. Denn kaum hatte unser Sohn die Skater am Rheinauhafen entdeckt, war nicht mehr der Weg, sondern der Skatepark unser Ziel. Das Schlüsselerlebnis ist nun schon mehr als zwei Jahre her, die Begeisterung für die Bretter auf vier Rollen ist geblieben. Stimmt eigentlich gar nicht, sie ist gewachsen: Mit jedem Skater, den wir getroffen haben, jedem Trick, den wir bestaunt haben. An dem besagten Tag saßen wir fast vier Stunden mit einem 1,5 Jahre alten Sohnemann am Skatepark. Wir Eltern sonnten uns – denn nach einer halben Stunde hört unsere Begeisterung für Tricks auf – unser Sohn bestaunte und bejubelte die Skater.

Muttisorgen

Ich muss ehrlich zugeben, die neu entdeckte Leidenschaft war jetzt nicht so ganz in meinem Sinne. Aufgeschürfte Knie und Ellenbogen gehören zum Kindsein dazu. Aber irgendwie assoziiere ich mit Skateboards offene Brüche – die muss unser Sohn jetzt nicht unbedingt haben. Kaputte Schuhe, sind nervig und teuer, aber ok. Aber dieses Sliden auf Treppengeländern, das Herunterspringen von hohen Kanten – da wird mir ja schon anders, wenn ich den trickerprobten „großen“ Jungs zuschaue, aber die Vorstellung, dass unser Sohn da so rumtrickst, ist nicht so meine favorisierte. Aber was soll’s, er ist ja noch klein, skaten kann er dann, wenn er in der Pubertät ist, dachte ich. Falsch gedacht.

Wenn du in die Schule kommst…

Die wiederholten Fragen unseres Sohnes, wann er nun sein „Gatesboard“ bekommt, beantwortete ich hartnäckig mit dem Standardsatz: „Wenn du in die Schule kommst.“ Der Vater war anderer Meinung. Er fand, dass Skaten ein ziemlich gutes Hobby ist. Seine Argumente: Er bewegt sich, draußen an der frischen Luft. Er kann alleine skaten oder mit anderen zusammen. Egal, wo wir hinfahren, das Skateboard kann mit. Außerdem: Verletzen kann man sich immer und überall. Es gibt schließlich nicht umsonst Schoner und Helme. In Ordnung, seine Argumente waren besser als meine. Dennoch war ich ganz froh, dass wir die Anschaffung eines Skateboards nicht konkret ins Auge fassten. Bis Ostern, da änderte sich alles.

Aufs Board gekommen

Am Ostermontag lud meine Cousine zum Familienkaffeetrinken ein. Es war wieder ein wunderschöner sonniger Tag, der die Skatebegeisterung unseres Sohnes auf ein neues Level brachte. Denn der Sohn meiner Cousine hatte ein Skateboard. Keine Frage durfte unser Sohn das mal ausprobieren. Mal ausprobieren bedeutete konkret, dass der Vater vom Kaffeetrinken nichts mitbekam, sondern stundenlang mit unserem Sohn skatete. Vater und Sohn waren nicht mehr zu halten: Es musste ein Skateboard her. Die Begeisterung der beiden, ließ mich meine Zweifel vergessen und so hatte der Vater meine offizielle Erlaubnis, ein Skateboard zu bestellen.

Die Tage, Stunden und Minuten wurden gezählt bis das Skateboard ankommen sollte. Immer wieder fragte unser Sohn: „Wann hat Nemo denn endlich mein Gatesboard fertig gebaut?“ Am Freitag war es dann so weit: Der Paketbote brachte das langersehnte Kinder-Skateboard von NEMO BOARDS. Was wir dieses Wochenende gemacht haben? Wir sind Skateboard gefahren. In unserer Tiefgarage, auf der Straße, im Park, am Grüngürtel – überall, wo wir waren, war das Skateboard dabei. Alle Wege wurden auf Skatetauglichkeit getestet. Was soll ich sagen, unser Sohn macht das richtig gut. Der Vater, der neben ihm her rennt, auch.

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