Das Baby badet

Wie badet man dieses winzige Menschenwesen, ohne es zu ertränken oder zu ängstigen? Welche Wassertemperatur ist die optimale? Wie hält man das Baby am besten? Womit wäscht und cremt man es ein? Und wie gelingt es, dass das Badeerlebnis zum Spaßerlebnis wird?

Wir hatten keine Ahnung, aber unsere Hebamme. Da ich viele besondere Momente mit dem Baby im Alltag und vor allem durch das Stillen genoss, sollte das Baden die Aufgabe des Vaters sein. Die Temperatur war laut unserer Hebamme optimal, wenn das Wasser sich am elterlichen Ellenbogen angenehm anfühlte. Gebadet wurde ohne Zusatz, also nur mit Wasser und eingecremt oder geölt auch erst einmal gar nicht. Unsere Hebamme erklärte, dass die Haut eigentlich diese unterstützenden Maßnahmen nicht benötigt und die Geruchsstoffe das Baby nur verwirren. Seit unser Wurmi rund sechs Monate alt ist, seifen wir ihn mit Kernseife ein und ölen ihn mit Mandelöl aus dem Reformhaus oder mit einer Babycreme von La Roche Posay ein.

Geschrei beim Baden

Anfangs fand unser Wurmi baden furchtbar. Die wenigen Minuten, die er einmal in der Woche ins Wasser getaucht wurde, verbrachte er lauthals schreiend – da hatte sich der Vater eine tolle Aufgabe ausgesucht. Das anschließende Ritual, bei laufendem Fön in seinen vorgewärmten Schlafanzug gesteckt zu werden, um direkt zur Beruhigung gestillt zu werden, fand er hingegen super. Das ging eine ganze Weile so. Baden bedeutete Gebrüll. Erst mit rund vier Monaten fing unser Wurmi an, das Baden genießen zu können.

Das Baby planscht

Mittlerweile, Wurmi ist bald neun Monate alt, findet er das Baden super. Er planscht – und zwar so heftig, dass das halbe Badezimmer unter Wasser steht – und genießt das Ritual mit dem Vater. Den Fön brauchen wir nicht mehr, der Schlafanzug wird auch nicht mehr vorgewärmt und ich muss auch nicht mehr zur Beruhigung stillen. Denn jetzt ist Baden das reine Vergnügen, vor allem mit Seifenblasen oder seinem Badebuch.

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