Stehaufziehgans

Enten sind des Vaters große Leidenschaft. Damit sein Sohn ebenso begeistert von den kleinen quakenden Schwimmern sein würde, hat der Vater schon vor der Geburt unseres Sohnes in mühsamer Handarbeit seine erste Ente genäht. „Enti“ ist zwar der treue Begleiter unseres Sohnes, doch so ganz ist die Leidenschaft noch nicht bei ihm angekommen. Deswegen begab sich der Vater auf die Suche nach einer weiteren Ente. Und weil unser Sohn die Zieh-Ente seiner Freundin überhaupt nicht mehr hergeben wollte, durchforstete der Vater das Internet nach einer Zieh-Ente für unseren Sohn. Fündig geworden ist er. Zwar gab es keine Ente, sondern eine Gans, aber nun gut, quaken können sie beide. 

Über Stock und Stein

Bei seiner Recherche stieß der Vater auf die Stehaufziehtiere von Uwe Kramer. Die Ziehtiere hatten es dem Vater gleich angetan und zwar so sehr, dass er sogar von seinem Enten-Plan abwich. Eigentlich merkwürdig, war das erste Stehaufziehtier, das Kramer fertigte, doch auch eine Ente. Eine Tigerente wollte Kramer seinem Neffen zum ersten Geburtstag selber basteln. Aus der Material-Not heraus bekam die Ente anstatt vier zwei Räder. „Die kippt doch um!“, mag nun manch einer denken. Aber genau das ist der Clou: Dadurch, dass ein Gewicht zwischen den beiden Rädern die Ente in lotrechter Position hält, fällt sie nicht um. Ganz im Gegenteil, sie steht immer wieder auf.  

Die aus der Not geborene zweirädrige Ziehente war der Ursprung einer Serienfertigung. Mittlerweile gibt es zehn verschiedene Stehaufziehtiere. Wobei die Neueste Variante genau genommen gar kein Tier ist, sondern ein Baum, genauer gesagt eine Fichte. Die Stehaufziehbegleiter rollen dabei über Stock und Stein, auch unebenes Gelände oder hohe Geschwindigkeiten meistern sie mit links. Momentan zieht unser kleiner Sohnemann seine Enten-Gans noch sehr zaghaft durch unsere Wohnung, aber wir können es kaum erwarten, wenn er seine Enten-Gans an sein Pukylino bindet und mit ihr eine rasante Fahrt hinlegt. Denn die Stehaufziehtiere sind keine lahme Enten, sondern sind auch bei höheren Geschwindigkeiten mit dabei. Einfach an das Dreirad, Kettcar oder Laufrad binden und los geht die wilde Fahrt!

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