Ententag

Es ist Wochenende, das Kind schläft noch und eigentlich könnte ich auch gut noch eine Mütze Schlaf vertragen, aber das Prasseln des Dauerregens lässt mich nicht. Ich liege in unserem Bett und zermartere mir den Kopf darüber, was wir mit unserem Sohn an diesem nass-kalten grauen Samstag anstellen wollen. Ich habe eine ziemlich große Abneigung gegen Indoor-Spielplätze, genauso gegen Menschenmassen, die Angst haben, nicht das Beste abzubekommen. Ikea und Stadtbummel scheiden aus. Es gibt in Köln wirklich tolle Familiencafés, aber bei jedem Besuch folgten bisher hartnäckige Erkältungen, Bindehautentzündungen oder Magen-Darm-Infekte. Erlebnisbauernhöfe wie der Gertrudenhof oder Krewelshof sind immer schön, aber am Wochenende mehr als gut besucht – hier herrscht ganzjährig Weihnachtsmarktstimmung – und bei Schlechtwetter drängen die Besucher sich unter die Unterstände und kuscheln sich zwangsläufig warm.

Kein überzeugender Einfall kam mir in den Kopf, denn das wichtigste an der Aktivität war, dass unser Sohn Spaß haben, er sich bewegen und mit uns die Zeit genießen würde. Bei zu viel Lärm und Trubel, zieht er sich zurück und sitzt beobachtend auf unserem Schoss. Nörgelnd, weil ihm die ganze Stimmung Unbehagen bereitet. Was ihm aber ebenfalls missfällt, sind Tage daheim. Da fällt ihm die Decke auf den Kopf. Mich freut das, denn diese manchmal ziemlich lästige Eigenschaft hat er ganz klar von mir übernommen. Backen, Basteln, Türme-Bauen, Lesen, Tanzen – irgendwann geben die Hummeln einfach keine Ruhe mehr und treiben den Hintern raus. 

Dem Regen zum Trotz

Und so war es auch an diesem Samstag. „Wir trotzen dem Wetter, überwinden den Schweinehund und lassen uns einmal ordentlich nass regnen“, beschlossen wir. Ganz ehrlich: Unseren Sohn stört so ein Regenwetter nicht im Geringsten. Er patscht durch Pfützen, schleckt die Regentropfen von seiner Nase und bejubelt das Wasser, das vom Himmel her alles nass macht. Er selbst bleibt trocken und warm in seinem Regen-Anzug, seinem „Ducksday“. Schon seit der Geburt unseres Sohnes sind wir überzeugte Overall-Nutzer. Den ersten Winter überstand unser Sohn in einem giftgrünen Fleece-Overall von Molo, den ihm seine Patentante zur Geburt schenkte. Zu seiner Taufe folgte ein Schildkröten-Overall von Loud + Proud, ideal für die Übergangsjahreszeiten. Und zu seinem ersten Geburtstag wünschten wir uns auf Empfehlung meiner Schwester einen „Ducksday“. Damals trug unser Sohn Größe 80 und wir entschieden uns, den Ducksday auf Vorrat zu kaufen, also in 86/92. Unser Sohn hatte zwar gut Luft in seinem Regen-Overall, aber das störte keineswegs, da sowohl die Beinchen als auch die Ärmchen mit Gummizug beziehungsweise Klettverschluss eng anliegen und nicht blöd verrutschen. 

Nass, kalt und matschig

Den „Ducky“ – wie unser Sohn ihn nennt – trägt er immer noch. Mittlerweile länger als ein Jahr. Immer wenn es nass, kalt und matschig ist, kommt er zum Einsatz. Je nach Temperatur ziehen wir unseren Sohn wärmer oder kälter an. Das Gute an dem „Ducky“ ist, dass er nicht nur Nässe und Matsch fern hält, sondern auch kalte Winde. Es gab wirklich nur wenige Tage, an denen wir den Schneeanzug, den unser Sohn überhaupt nicht mag, weil er sich nicht so gut darin bewegen kann, im letzten Winter ausgepackt haben. Thermostrumpfhosen, dicke Wollsocken, ein Langarm-Body und ein dicker Wollpulli hielten unseren Sohn unter dem Mantel des „Duckys“ gut warm. Und unter der Kapuze hat eine Wollmütze auch ausreichend Platz. Es gibt zwar auch extra Fleece-Overalls, die für ausreichend Wärme sorgen, aber wir kamen mit dieser Variante gut durch den Winter. 

Ich kann nur jedem empfehlen, für Regentage einen „Ducksday“ im Schrank zu haben. Er ist im Handumdrehen angezogen, es verrutscht nichts und unser Sohn ist vom Tragekomfort total begeistert. Wir Eltern schmeißen uns an solchen Tagen, auch in unsere Matschparnier. Die besteht aus Regenhose und Regenjacke und hält Einiges ab. Aber mit einem „Ducky“ würden wir die nass-kalten Regentagen ganz sicher noch viel mehr genießen können. 

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