Hebamme gesucht!

Jede Schwangere begibt sich früher oder später auf die Suche nach einer Hebamme – in Hamburg besser früher. Am besten schon, bevor das Kind sich überhaupt auf den Weg macht. Unzählige E-Mails, Telefonate und Nerven hat uns die Suche gekostet – wir waren schon an dem Punkt angelangt, auf die Hebamme zu verzichten. Ein Segen kam dann doch alles anders. Der Frust war groß, die Hoffnung kaum mehr vorhanden und meine Stimmung auf dem Nullpunkt – denn wie soll man sich als Vollzeit-Beschäftigte bitte noch den ganzen Tag auf vergebliche Hebammen-Suche begeben – und schwupps kam aus dem Nichts die Nachricht, dass eine Hebamme, die bei uns um die Ecke wohnte, kurzfristig einen freien Platz hat. Das Kennenlernen war super, Sympathien waren auf beiden Seiten vorhanden und der ganze Frust wie weggeblasen. Hebamme gesucht und gefunden!

Mit Hebamme durchs Wochenbett

Und wir können rückblickend sagen: Eine Hebamme ist Gold wert! Schon in der Schwangerschaft, aber vor allem im Wochenbett. Gerade beim ersten Kind ist man wohl überängstlich, irgend etwas falsch zu machen und auch die Oma, die damals selber vier Kinder groß gezogen hat, hilft da nicht wirklich weiter – aber die Hebamme hilft. Unsere hat uns zumindest geholfen und zwar sehr gut. Wir hätten wohl jeden für verrückt erklärt, der uns bevor unser Wurmi geboren wurde, erzählt hätte, dass wir uns ausgiebig mit der Verdauung unseres Sohnes beschäftigen würden. Aber wir haben es getan: Ist es normal, wenn er acht Tage kein großes Geschäft in seine Windel legt? Laut Lehrbuch ist bei vollgestillten Kindern zehnmal täglich bis alle zehn Tage einmal normal. Gut, nach dem zehnten Tag ohne volle Windel wurden wir aber nervös. Unsere Hebamme kam in solchen Momenten vorbei, tastete Wurmis Bauch ab und ersparte uns den Weg zum Kinderarzt. Und der Stuhlgang kam immer, je länger die Pausen umso heftiger. Nach vierzehn Tagen verließen wir nur noch mit einem mulmigen Gefühl das Haus, denn bei so einer langen Pause ist das Baby bis zur Halskante vollgeschissen – da braucht man nichts zu beschönigen – und da hilft einzig und allein ein säuberndes Vollbad.