Hurra, ein Vogel!

Kein Tag vergeht bei uns ohne Musik. Schon bei unserem morgendlichen Sportritual turnen wir im Rhythmus. Kaum sind wir zu Hause angekommen, schallen auch meist schon die ersten Klänge durch unsere Wohnung. Unseren Sohn stört das nicht, ganz im Gegenteil, er ist ein richtiger kleiner Tanzbär. Naja, und er kennt es einfach auch nicht anders. Während der Vater und ich vor der Geburt unseres Sohnes TV Noir verschlungen haben, ziemlich regelmäßig auf größere und kleinere Konzerte gegangen sind und uns immer wieder von neuen Künstlern begeistern ließen, sind wir seit der Geburt unseres Sohnes ein bisschen langweilig geworden. 

Lieblingsklänge

Wir haben da so unsere Standard-Musiker, die wir nach Stimmung immer wieder hören. Bon Iver, wenn es ruhig und gemütlich sein soll. John Butler für ein bisschen mehr Action. Mighty Oaks gehen einfach immer. Kings of Convenience sind zum Entspannen unangefochten und Biffy Clyro ist der perfekte Hausputz-Begleiter. Die Radio-Funktion von Spotify bringt ein bisschen Abwechslung rein, aber die Suche nach neuen Künstlern, neuen Alben und schönen Konzerten, die haben wir sehr stark vernachlässigt.

Die Prioritäten liegen in einer Familie eben anders und spontan auf ein Konzert am Donnerstagabend gehen, das ist nicht mehr drin. Naja gut, vielleicht für einen von uns. Aber wenn, dann würden wir auch gerne zusammen gehen. Und einen ganz klassischen Babysitter, der weder verwandt noch befreundet ist, den haben wir noch nicht. Dafür fühlen wir uns irgendwie noch nicht bereit. 

Musikalisches Neuland

Doch vor einiger Zeit war der Vater die Triebfeder, uns Bosse mal genauer anzuhören. Bosse war uns zwar keineswegs neu oder unbekannt, aber wir haben die Musik wirklich niemals bewusst gehört. Nachdem wir Ausschnitte eines Konzerts in Hamburg gesehen hatten, wollte der Vater unbedingt das neue Album hören. Dabei rum kam, ein schöner Abend eingemummelt auf der Couch. Kein Fernsehen, kein Netflix, kein Handy – einfach nur Musikhören. Das war verdammt schön.

So schön, dass wir auch am nächsten Tag Bosse unser Frühstück begleiten ließen. „Dein Hurra“, verleitete unseren Sohn zu wilden Tanz- und zu ziemlich verspäteten Gesangseinlagen. Ein neues Lieblingslied war da – zweifelsohne. Immer wieder wünschte er sich, das Lied zu hören. Und wenn wir es nicht hören konnten, weil wir gerade draußen spazieren gingen, dann mussten die anderen Passanten mit unserem Gesang klar kommen. 

Vogel-Lied

Doch irgendwann war uns nicht nach Singen. Spotify funktionierte nicht so richtig und so griffen wir auf YouTube zurück. Wir schauen kaum „Fernsehen“ mit unserem Sohn. Ganz selten, zum Beispiel wenn ich ihm die Haare geschnitten habe, darf er zur Belohnung „Biene Maja“ gucken. Eine Episode dauert zehn Minuten. Aber spätestens nach drei Minuten ist ihm langweilig. Die Biene soll mehr machen. Macht sie aber nicht, zumindest nicht das „mehr“, das er gerne sehen will. Also steht er auf und das Fernsehprogramm ist auch schon wieder vorbei. 

„Dein Hurra“ wollte er aber dann doch gerne am Handy-Bildschirm verfolgen. Na gut, ausnahmsweise. Ein recht unspektakuläres Musikvideo ohne viel Action, dafür aber mit „Vogel“. Der Vogel ist eigentlich ein Pinguin und der hat unserem Sohn den Kopf verdreht. Es war Liebe auf den ersten Blick. Noch niemals saß er so ruhig vor dem Bildschirm, den Mund vor Staunen geöffnet und komplett fasziniert von dem kleinen Watschler, der bei Bosse einzieht und ihn begleitet. 

Lebensgefährte „Pinguin“

Seitdem ist „Biene Maja“ abgeschrieben. Nach dem Haare-Schneiden schauen wir nun das „Vogel-Lied“. Das macht ihn glücklich. Und weil es uns mit so viel Freude erfüllt, unseren Sohn bei seinem Anschmachten des Pinguins zu beobachten, hat er genau wie Bosse auch einen Vogel-Mitbewohner bekommen und zwar einen Pinguin von Käselotti. Seit diesem Wochenende ist unsere Wohngemeinschaft also noch weiter gewachsen. Neben Karli ist nun auch der kleine Pinguin Mitglied unserer Familie. Und auf einmal sitzen wir zu fünft am Tisch. Zum Glück sind unsere Familienzuwachse ruhige und genügsame Artgenossen. Davon können ruhig noch ein paar bei uns einziehen. 

Käselotti – Handgemachtes und tierisch gut

Kathrin KäselottiKathrin vom kleinen Hamburger Label Käselotti liebt Tiere aller Art, und das sieht man auch an ihren Illustrationen. In ihrem  Atelier im Hamburger Schanzenviertel gestaltet sie nicht nur die Stoffe für ihre tierischen Taschen, sondern fertigt auch die meisten anderen Produkte liebevoll von Hand. Uns haben es besonders die niedlichen Tierkissen angetan, die nur darauf warten, die Kinderzimmer dieser Welt zu erobern.
Käselottis Sortiment ist genauso bunt, wie ihre Stoffe: Neben den kleinen Freunden gibt es nicht nur Portemonnaies, sondern auch  Broschen aus Acrylglas, Stoff-Buttons, Magnete oder Ohrstecker.
Die Produktpalette wird abgerundet durch eine Reihe von Papierprodukten, darunter Postkarten, Sticker und ein Tier-Quartett. Dazu passend gibt es zwei Papp-Bilderbücher, die beim Verlag Friedrich Oetinger erschienen sind. 

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