Ich fühle mich von den Medien betrogen

Die Corona-Krise ist in aller Munde. Uns interessiert, wie die Leute mit der momentanen Lage umgehen, was sie bewegt und wie sie sich fühlen. Aus diesem Grund haben wir Personen unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Berufsgruppen gefragt, wie sie die derzeitige Situation wahrnehmen und meistern. Allen haben wir dieselben Fragen gestellt. Die Antworten stammen von einer Therapeutin, die in den Bereichen Bioresonanzmethode, Kinesiologie und Shiatsu tätig ist.

? Mit welchem Gefühl wachst du momentan auf?

! Ich wache auf und beginne meinen Tag zuversichtlich, ohne Angst. Ich freue mich, weil die Sonne scheint und ich mehr Zeit für mich habe. Eigentlich sollte ich in Australien sein, weil wir dort ein Seminar geben sollten. Ich war nicht begeistert, für ein zweitägiges Seminar so weit zu fliegen. Natürlich hätten wir auch Urlaub gemacht. Aber seit einem Jahr ist es mir lieber, in Europa und meiner Region zu reisen. Die Situation bringt es irgendwie auf den Punkt.

? Wie wirkt sich die mediale Berichterstattung auf deine Stimmung aus?

! Wenn ich zu viele Nachrichten oder Infos über Corona bekomme, nervt mich das. Es gibt so viel anderes im Leben. Und ich fühle mich von den Medien betrogen, weil ich nicht glaube, dass dieses Virus diese verrückten Maßnahmen begründen kann. Die Panik bestimmt manche Menschen und nimmt ihnen ihren gesunden Menschenverstand.

? Inwiefern beeinflusst die derzeitige Situation deine berufliche Zukunft?

! Ich arbeite als Therapeutin in der Praxis meines Mannes, der Allgemeinmediziner ist. Ich arbeite weiterhin und habe viele Patienten, die eigentlich wenig Angst hatten, aber durch die Entscheidungen der Regierung verunsichert sind.

Ökonomisch gesehen ist die Situation beängstigend. Nicht für mich direkt, aber für viele kleine Unternehmen, Arbeiter und Angestellte. Ich glaube nicht, dass das Virus der Grund für das Ganze ist, sondern etwas anderes, was uns nicht gesagt wird.

? Was geht in dir vor, wenn du Corona hörst?

! Ich kann es nicht mehr hören. Deswegen schaue ich sehr wenig Fernsehen oder lese kaum Zeitung. Mein Mann wird gut informiert und leitet mir das weiter. Und vor allem: Dieses Virus ist nicht so schlimm, dass man eine Maske tragen muss, wenn man in der Natur alleine spazieren geht.

Interviews dieser Fragezeit

Die Zeit vor und nach Corona

Das Gefühl morgens beim Aufwachen gleicht ein wenig dem Gefühl, das ich während meiner Zeit in Köln im Krankenhaus hatte. Ich lag dort, unterbrochen mit kurzen Pausen, von März bis Oktober 2012 zur Chemotherapie und autologen Stammzelltransplantation.

Die heutige Medizin ist in vielen Fällen machtlos

Corona-Viren sind mir zuerst während meines Studiums begegnet. Damals war es nur eine Beschreibung auf einer Karteikarte, zu der ich kaum einen Bezug hatte, geschweige denn ein Gefühl. Heute verbinde ich mit dem Begriff Corona eine unterschwellige Befürchtung.

Wann kann ich unsere Kinder wiedersehen?

Wann ist die Corona-Krise vorbei und wann kehrt wieder ein normales Leben mit sozialen Kontakten und geliebten Routinen ein. Und insbesondere frage ich mich natürlich: Wann kann ich unsere Kinder und unser Enkelkind wiedersehen?

Das ist jetzt unsere Gegenwart

Corona ist jetzt unsere Gegenwart. Und bleibt wohl auch noch eine Weile gegenwärtig. Emotionales Neuland. Irgendwann wird es vertraut und irgendwann Vergangenheit sein. Ich möchte die Chancen, die diese Krise gesellschaftlich auch bedeuten, positiv mitgestalten.

Leute nehmen das immer noch nicht ernst

Es ist eine ernste Situation – sowohl aus gesundheitlicher als auch aus wirtschaftlicher Sicht. Ich mache mir Sorgen um mir nahe stehende Personen wie meine Eltern, die zur Risikogruppe gehören. Ich ärgere mich auch, dass Leute weiter rumwandern als sei nichts.

Zu Hause tanzen ist halt nicht dasselbe

Es weiß momentan einfach niemand, wohin es gehen wird. Wir schwimmen alle irgendwie gemeinsam und hoffen, in die richtige Richtung zu treiben. Wie soll man bei so viel Unsicherheit denn nicht ein bisschen genervt sein und Langeweile und Brechreiz verspüren.

Ich habe gelernt, mich zu schützen

Ich denke, Corona hat gute Chancen, seit Menschengedenken das meistgebrauchte Wort zu werden. Die Welt verändert sich, noch nie war das Leben so heruntergefahren. Mögen wir Menschen endlich verstehen, welche riesengroße Chance zum Umdenken und zur Umkehr darin liegt!