Läuft bei uns!

Wie sieht’s aus bei uns? Läuft, würde ich mal sagen. In jeder Hinsicht, aber vor allem bei unserem Sohnemann. Bei ihm läuft’s ziemlich gut, auch mit dem Laufen. Schon seit gefühlten Ewigkeiten schiebt er alles, was nicht niet- und nagelfest ist, durch unsere Wohnung. Er hangelt sich von Wand zu Wand, umrundet unzählige Male unseren Couchtisch oder geht interessiert unser Bücherregal auf und ab. Wir Eltern feiern jeden einzelnen Schritt seiner Laufentwicklung.

Auf einmal zog er sich überall hoch, dann fing er das Verschieben mit kleinen tapsigen Schritten an. Dann auf einmal stand er im Raum, untersuchte ganz interessiert seinen Ball und merkte für eine Millisekunde nicht, dass er frei steht. Wir Eltern merkten das aber sehr wohl. Was für ein ergreifender Moment jeder dieser Minischritte doch ist. Nein falsch, es sind keine Minischritte. In der Welt unseres Sohnes sind es Meilensteine.

Diese Minischritte sind Meilensteine

Wir haben nur einfach vergessen, welche Herausforderung dieses Laufen auf zwei Beinen eigentlich ist. Wie soll man auf diesen kleinen Fußflächen denn seinen ganzen Körper balancieren und sich dann auch noch fortbewegen? Unser Sohn zeigt uns, wie schwer für uns Selbstverständlichkeiten zu erlernen sind. Er erinnert uns daran, wie groß die Herausforderungen sind, die das Leben für uns bereit hält. Unsere Begeisterung über seine Entwicklungsschritte macht uns klar: Es ist alles gar nicht so selbstverständlich, was wir für selbstverständlich halten. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir sitzen, dass wir stehen, dass wir gehen, dass wir reden können. Das alles sind Dinge, die wir erst mit viel Mühe lernen mussten.

Jetzt soll noch einmal jemand sagen, so ein Babyleben wäre entspannt. Babys liegen, essen und schlafen den ganzen Tag – denkt manch ein Erwachsener vielleicht. Doch weit gefehlt. In den vierzehn Monaten, die unser Sohn nun schon auf dieser Erde verbringt, hat er so viele Schritte getan, hat sich immens entwickelt, hat nie aufgehört, dazu zu lernen und voller Neugierde seine Welt zu erkunden. Unser Sohn hat uns gezeigt, dass Babys wahre Welterforscher sind: Sie stehen auf, wenn sie hingefallen sind. Sie werden nicht müde, immer wieder von Neuem anzufangen und noch einen weiteren Versuch zu wagen. 

Vor Begeisterung umgekippt

Doch auch, wenn jeder einzelne Schritt unseres Sohnes uns mit Stolz und Glück erfüllt, so können wir es kaum erwarten, dass er wirklich läuft. Wir warten sehnlichst auf den Tag, an dem er einfach los läuft. Zwei oder drei Schritte läuft er schon frei. Doch kaum hat er realisiert, was er da gerade Wunderbares geschafft hat, plumpst er erstaunt auf seinen Windelpo und strahlt über das ganze Gesicht. Denn nicht nur wir sind stolz auf unseren Kleinen, er selbst ist wohl der größte Fan seiner Entwicklungsschritte.

Liebe BesucherInnen! Wir möchten Euch informieren, dass diese Seite Cookies verwendet, um Euch einen besseren Komfort beim Betrachten und Benutzen der Seite bieten zu können.