Mit Rat zur Tat

Nun, da unser Sohn bald seinen ersten Geburtstag feiert, ist die Zeit der Erinnerungen gekommen. Vor rund einem Jahr präsentierte ich der Welt stolz meine bald platzende Kugel und bereitete alles für die Ankunft unseres Babys auf dieser Welt vor. Meine Kugel, so schön sie auch war, machte mir mit fortschreitender Schwangerschaft immer mehr zu schaffen. Mein Rücken hatte Einiges zu leisten und sagte mir das auch ganz deutlich. Und auch meine Beine wurden immer wieder müde und schwer.

Sport im richtigen Maße

Was ich gemacht habe, um Rückenschmerzen zu vermeiden oder zu lindern? Um meine müden Beine aufzuwecken? Um so richtig in Gang zu kommen? Sport! Gemeinsam mit dem Vater turnte ich schonende Workouts in den Abendstunden im schattigen Park und kühlte mich anschließend bei ein paar Bahnen im angrenzenden Freibad ab. Diese Zeit haben wir sehr genossen. Wir waren als Paar zusammen, wir bewegten uns und irgendwie bereiteten wir uns so auch auf unser Baby vor. Denn ich musste immer vorsichtiger werden, musste darauf achten, dass ich nicht an meine Belastungsgrenzen gehe, dass ich keine Übungen turne, die unserem ungeborenen Baby schaden, dass ich nur Sport in dem Maße mache, der für mich im jeweiligen Stadium meiner Schwangerschaft förderlich war.

Ich war vor der Schwangerschaft topfit, ging regelmäßig zu Sportkursen, lief mit dem Vater diverse Runden um die Alster und legte sämtliche Wege innerhalb Hamburgs mit dem Rad zurück. Diese Fitness habe ich während meiner Schwangerschaft beibehalten. Damit ich meinem Baby und mir durch mein Sportprogramm keinen Schaden zufüge, habe ich stets Rücksprache mit meiner Gynäkologin gehalten und mir ihr besprochen, welches Sportpensum, welche Sportarten und welche Übungen für mich förderlich, gesund und erlaubt sind. Der Leitsatz meiner Gynäkologin, dass ich den Sport ausüben sollte, der mir gut tut und bei dem ich mich wohl fühle – ausgenommen natürlich Sportarten mit hohen Verletzungsrisiko – hat mich sportlich durch meine Schwangerschaft gebracht. Da ich meinem Ungeborenen aber auf keinen Fall schaden wollte, recherchierte ich zusätzlich im Internet nach Empfehlungen, wann welcher Sport in der Schwangerschaft noch angebracht ist und was es zu beachten gilt. Diese Recherche war oft nicht aufschlussreich oder ergab nur unseriöse Treffer.

Sport gegen Schwangerschaftsbeschwerden

Sport in der Schwangerschaft birgt zahlreiche Vorteile. Ich konnte durch Sport einige Schwangerschaftsbeschwerden gut lindern, vor allem Wassereinlagerungen habe ich durch lange Spaziergänge, Einheiten auf dem Cross-Trainer und Schwimmen im kalten Wasser gut mindern können. Neben der körperlichen Komponente habe ich mich in der Schwangerschaft aber auch psychisch sehr gut gefühlt. Ich hatte das Gefühl, dass ich beim Sport, wenn ich meinen eigenen Körper bewusst einsetze und wahrnehme, noch enger mit meinem Baby verbunden bin, das bei fast jeder Sporteinheit fleißig mitgeturnt hat. Nach dem Sport war ich entspannter und konnte Gedanken beispielsweise an die Geburt lockerer angehen – ich war insgesamt entspannter.

Damit Schwangere den für sich passenden Sport finden, sind sie auf Expertenwissen angewiesen. Umfangreiche und hilfreiche Informationen habe ich auf den Seiten von Sportscheck gefunden. Würde mich jemand fragen, ob ich Sport in der Schwangerschaft für sinnvoll halte, ich würde diese Frage definitiv bejahen. Dabei ist aber natürlich Vorsicht geboten und da muss jede Schwangere für sich ihren Weg finden. Denn jede Schwangere, jede Schwangerschaft und jedes Ungeborene sind anders.

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