Kinderwunsch

Im Üben waren wir Meister, doch kommen wollte er nicht der Familiennachwuchs. Damit der Spaß der Familienplanung nicht auf der Strecke bleibt, beschlossen wir, uns zu entspannen, das Schicksal entscheiden zu lassen, die kinderfreie Zeit zu genießen und noch mal richtig Gas zu geben. Und wie es das Schicksal so will: Plan gefasst, schon musste er wieder über Bord geworfen werden. Klar, hat man schon oft gehört und gelesen: Man wird schwanger, wenn man am wenigsten damit rechnet! Glaubt doch kein Mensch, aber ist bei uns dann doch tatsächlich so gekommen. Kaum waren Weihnachten und Silvester einigermaßen gut überstanden und diverse nicht schwindelfreie Abende hinter sich gebracht, stand ein Termin beim Gynäkologen an, der wirklich rein gar nichts mit unserem Kinderwunsch zu tun hatte. Auf die Frage des Gynäkologen, ob es denn sonst noch Beschwerden gäbe, berichtete ich von einem ungewöhnlichen Spannen in der Brust. Ganz nebenbei: Unsere Hoffnung, dass die Brüste unser ungeborenes Kind ankündigen, war schon von einem negativen Schwangerschaftstest zunichte gemacht worden. Der Gynäkologe vermutete eine Zyste und wollte sich per Ultraschall mal ein Bild machen. Was er entdeckte war aber keine Zyste, sondern unser Zelli. Ja, tatsächlich: Unser Plan, unsere zweite – oder auch dritte oder vierte – Jugend noch einmal in vollen Zügen zu genießen, wurde von der wohl schönsten Überraschung zerschlagen. Kaum zu glauben, aber wir waren in der sechsten Woche schwanger. Diese Neuigkeit, auch wenn wir so lange auf diese Nachricht gewartet haben, war ganz schön überfordernd. Vielleicht konnte ich deswegen auch immer nur sagen: Nee, das kann doch gar nicht sein! Naja, war aber wohl so. Ich bekam unser erstes Zelli-Bild in die Hand gedrückt und sollte in ein paar Tagen wieder kommen, um mir meinen Mutterpass abzuholen. Verrückt, Mutterpass…

Das erste Baby-Foto

Mit Zellis Bild in der Tasche radelte ich heimwärts in der Annahme, dass der Vater in spe schon im Fitnesstempel rumturnte. Aber ich traf ihn dann doch noch zu Hause an, zeigte ihm das Bild und stand vor dem wohl sprachlosesten Mann, den ich je erlebt habe. Das Staunen war groß, die Freude,die sich in den nächsten Tagen so langsam einstellte, noch viel größer. Ja, wir werden eine Familie. Endlich, jetzt wirklich!

Alle sollen es wissen, wir werden Eltern!

Gesagt haben wir es erstmal Keinem. Zu groß war die Angst vor dem Verlust des Ungeborenen, wir wollten mit der Verkündung die zwölfte Woche abwarten. Aber verdammt,wie lange kann es bitte bis zur zwölften Woche dauern? Wir wollten der ganzen Welt von Zelli berichten, jeder sollte erfahren, dass wir Eltern werden, dass wir es geschafft haben und unser Traum endlich in Erfüllung gegangen ist. Bis zur zwölften Woche haben wir es nicht ausgehalten, aber bis zur zehnten. Und seine eigene Freude zu teilen, vermehrt sie um ein Vielfaches!

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