Fit mit Baby

So ein Baby das ist ein Vollzeitjob – ohne Frage. Trotzdem lässt der Alltag einer Mutter – oder zumindest mein Mutter-Alltag – genug Platz, um fit zu sein und zu bleiben. In Hamburg stand es außer Frage: Das Baby und ich sind zu Fuß unterwegs. Ich hege eine große Abneigung gegen öffentliche Verkehrsmittel, ein Auto in der Großstadt war absolut schwachsinnig und das Baby war noch viel zu klein zum Radfahren. Also blieb mir nichts anderes übrig, als überall hin zu laufen. Entweder mit dem Kinderwagen oder mit der Bondolino. Das war in Hamburg überhaupt kein Problem, da wir sehr zentral wohnten. Ein positiver Nebeneffekt: Unser Wurmi schlief wunderbar in seinem Kinderwagen, besser noch in der Bondolino, und wir beide konnten eine ordentliche Portion Frischluft tanken. Dadurch, dass wir alles zu Fuß erledigten, marschierten wir mindestens 1,5 Stunden täglich durch unser Viertel. Mit dem Kinderwagen war das schon recht anstrengend, vor allem wenn der Hamburger Superwind die gesamte Zeit aus allen Richtungen pustete, aber noch viel anstrengender war und ist es mit der Bondolino – da wird jeder Spaziergang zu einem schönen Bein-Workout.

Workout mit Baby

Spazieren mit Baby ist wesentlich anstrengender, man trägt schließlich nicht nur sein eigenes Körpergewicht und Gepäck, sondern auch das Baby. Aber neben dem Baby schleppt man ja auch noch allerhand Baby-Sachen mit: Wickelsachen, Spucktücher, Wechselklamotten, Spielsachen, Trinkflasche, Snacks… Die Liste ist endlos lang und man kann eigentlich nie genug dabei haben. Im Kinderwagen lässt sich das Gepäck noch recht einfach verstauen, man muss dann halt ein oder zwei Kilo mehr vor sich her schieben, aber diese Zusatzbelastung ist machbar. Bei der Bondolino ist das schon eine andere Sache. Wenn ich mit der Bondolino unterwegs bin, versuche ich stets, nur schmalspurig Gepäck mitzuschleppen. Trotzdem komme ich nie unter zwei Kilo Gepäck aus dem Haus. Allein schon meine Trinkflasche trägt immer einen Großteil dazu bei. Neben dem Aspekt, dass Spazierengehen fit hält – mit Baby sogar noch mehr – ist es einfach super schön,  mit seinem kleinen Mini die Welt zu erkunden.

Mittlerweile leben wir im Rheinland, haben ein Auto und das Baby ist stabil genug, um im Cougar mitzuradeln, aber der Spaziergang ist ein feststehendes Ritual. Wenn unser Wurmi mal wieder nicht loslassen kann und nicht in den Schlaf findet, dann fallen ihm in seinem Kinderwagen oder in der Bondolino binnen Sekunden die Augen zu. An manchen Tagen signalisiert er sehr stark, dass er das Bedürfnis nach körperlicher Nähe hat, dann kuschelt er sich in der Bondolino richtig an mich heran und genießt die Nähe in vollen Zügen. Auch wenn das Baby immer schwerer wird und der Spaziergang sich immer deutlicher in den Beinen und im Rücken bemerkbar macht, sind das wunderschöne Momente, die ich voll und ganz genieße. Trotz Auto ist es wohl aus unserer Hamburger-Zeit noch so hängen geblieben, dass ich versuche, die meisten Wege zu Fuß zurück zu legen. Klar, den Einkauf erledige ich nun schon mit dem Auto und auch im strömenden Regen muss ich jetzt nicht unbedingt unzählige Runden um den Block drehen, aber wenn das Wetter es zulässt, dann laufe ich sehr gerne und unser Wurmi findet das Spazierengehen nach wie vor super. Manchmal wird ihm zwar langweilig oder er braucht eine Bewegungspause, aber da helfen dann Hirsekringel, eine Picknick-Decke oder der stets beliebte Schlüsselbund.

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