Wilde Taufe

Mit rund acht Monaten ließen wir unseren Sohn taufen. Nachdem wir schon im kleinen Kreis geheiratet hatten, stand für uns auch bei diesem Fest außer Frage, dass es ein Familienfest im kleinen Kreis werden sollte. Aber so klein blieb der Kreis doch nicht. Denn neben den Paten, Großeltern, Tanten, Onkeln und wenigen Freunden sollte auch die Urgroßmutter und die ersten Babysitter unseren Sohn an diesem Tag begleiten. Und so hatten wir binnen kurzer Zeit rund 20 Gäste auf unserer Liste stehen. Sicherlich gibt es noch sehr viel umfangreichere Taufen, aber als Liebhaber von kleinen Festivitäten, wurden der Vater und ich schon ziemlich nervös, bei dem Gedanken an so viele Gäste. 

Gartenparty bei den Großeltern

Vor allem aber standen wir vor der großen Frage: Wo sollen wir bloß feiern? Unsere Wohnung ist definitiv zu klein, ein Café irgendwie zu unpersönlich und ein ganzer Raum zu groß. „Was haltet ihr von einer schönen Feier, bei uns im Garten?“, fragte meine Mutter. „Dann können alle Gäste, die aus der Ferne kommen auch einfach bei uns übernachten und müssen nicht im Hotel schlafen.“ Perfekt! Diesen Vorschlag meiner Eltern konnten wir nicht ausschlagen. Und so organisierten wir gemeinsam mit meinen Eltern die Taufe unseres Sohnes. 

Da die Taufe der Tag unseres Sohnes werden sollte, suchten wir nach einem Motto, das zu unserem Sohn passt. Für mich stand ziemlich schnell fest: Unser Sohn ist einer der wildesten Kerle, die ich je kennen gelernt habe und so schien mir kein Motto perfekter als das Buch „Wo die wilden Kerle wohnen“. So sollte es dann auch sein. Passend zum Motto befüllten wir Gläser mit Muscheln und falteten Papierschiffchen. Die Taufkerze wollte ich selber bekleben, natürlich mit unserem wilden Kerl, der mit seinem Schiff durch wilden Meere segelt. Und den Vater beauftragte ich, dasselbe Motiv auf eine Taufkarte zu bringen. Schließlich sollten unsere Gäste ja wissen, wo sie wann gemeinsam mit uns, unseren Sohn in die Gemeinschaft Gottes aufnehmen sollten. 

Bleibende Erinnerungen

Es war ein rundum gelungenes Fest. Das Wetter hätte perfekter nicht sein können, der Patenonkel schmetterte diverse Ständchen und als das selbst gebackene Fingerfood sich dem Ende neigte, beschlossen wir kurzerhand, mit Stockbrot und Antipasti auszuhelfen. Ganz ungezwungen, mit einer schönen Taufzeremonie, ein paar Tränen und ganz viel Spaß und Freude feierten wir das erste Fest unseres Sohnes. Neben den wunderschönen Erinnerungen, die der Patentanten-Mann während des gesamten Tages geschossen hat, werden unsere elterlichen Eigenkreationen, die Taufkerze und die Taufkarte, uns immer an diesen Tag erinnern. Denn beides hat seit der Taufe seinen festen Platz in unserer Küche gefunden uns es vergeht kein Tag, an denen uns unsere Eigenkreationen nicht ins Auge fallen. 

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