Hoch zu Rad

Im Laufschritt erkundet unser Sohn die Welt. Um sein Sichtfeld zu erweitern, baut er immer mal wieder Hopser und Hüpfer ein. So behält er einfach besser den Überblick. Alles im Blick haben – das ist momentan ziemlich angesagt. Und wo hat man alles besser im Auge als hoch zu Ross? Unser Sohn ist der Meinung nirgendwo. Deswegen steht er Kinderwagen, Bondolino, Pukylino und Dreirad gerade eher kritisch gegenüber. Na gut, die Bondolino mag er, wenn er sehr müde ist. Der Kinderwagen darf beim Joggen gerne zum Einsatz kommen, mit dem Pukylino kommt er in der Wohnung einfach schneller voran und das Dreirad eignet sich hervorragend, um die Eltern beim Spaziergang mit Wettrennen auf Trab zu halten.

Was aber immer zum Einsatz kommen darf, sind Fahrräder. Der Anhänger ist in Ordnung, da hat er seine eigene Rennkabine. Aber nichts kommt an den Fahrradsitz heran. Ob zur Kita, in die Stadt, zu Freunden oder zum Spielplatz: Wenn er nicht gerade seine Ziele hüpfend oder joggend erreichen möchte, dann fällt seine Wahl auf den Drahtesel.

Allwetter-Sitz

Eigentlich kein Wunder. Schließlich sind wir Eltern begeisterte Allwetterradler. Bislang habe ich unseren Sohn mit einem Römer-Relax transportiert. Blöd nur, dass der Vater keine Halterung an seinem Rad hatte. So übernahm ich sämtliche Touren. Das Problem hätten wir ganz einfach lösen können, indem wir eine zweite Halterung gekauft hätten, aber dazu konnten wir uns irgendwie nicht durchringen. So gut uns der Römer auch gefiel, eine Sache störte uns gewaltig: Die Polster waren unserer Allwetterradlust nicht gewachsen. Und so schleppte ich den Sitz stets vier Etagen hoch mit ins Büro, damit die Polster nicht im Regen nass wurden.

Das war nervig. Genauso nervig wäre es aber auch gewesen, immer ein Verdeck dabei zu haben. Deswegen hielten wir Ausschau nach einem neuen Sitz ohne Polster. Welch ein Wunder, dass wir bei Thule fündig wurden. Nachdem wir unseren Sohn mit dem Chariot Cougar 1 und dem Urban Glide durch die Welt kutschieren, wollten wir unser Thule-Equipment weiter ausbauen. Einfach nur so versuchten wir unser Glück und fragten bei Thule nach, ob wir den Sitz und zwei Stützen zum Testen bekommen könnten. Können wir. Und so testen wir seit rund einer Woche den Fahrradsitz Yepp.

Schlafen verboten!

Super leicht lassen sich die Stützen am Gepäckträger anbringen und noch viel einfacher lässt sich der Sitz von dem einen auf das andere Rad wechseln. Da der Vater und ich im selben Gebäude arbeiten, kann der Vater unseren Sohn nun morgens zur Kita bringen während ich schon zur Arbeit radele. Der Vater packt dann den Sitz auf mein Rad, wenn er bei der Arbeit angekommen ist, sodass ich unseren Sohn nachmittags mit dem Rad abholen kann. Super praktisch ist, dass man den Fahrradsitz abschließen kann, so müssen wir nicht bangen, dass ein Langfinger zuschlägt.

Wir sind ziemlich angetan von dem Thule Yepp. Unser Sohn sitzt äußerst vergnügt in seinem neuen Thron und winkt der Welt fleißig zu. Während der Römer mich ziemlich gestört hat, wenn ich mit leerem Sitz gefahren bin, bemerke ich den Yepp kaum. Einzig einen Minuspunkt hat der Yepp: Schlafen im Fahrradsitz ist immer problematisch. Aber den Römer konnten wir in eine Liegeposition verstellen. Das geht mit dem Yepp leider nicht. Wenn unseren Sohn die Müdigkeit beim Radeln übermannt, dann fällt sein Köpfchen nach vorne. Bedeutet für uns: Fahrradsitz-Zeit ist keine Schlafenszeit. Zumindest wenn wir es irgendwie vermeiden können.

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