Unverhofft kommt noch viel öfter

Vor gar nicht allzu langer Zeit mussten wir feststellen, dass unverhofft ganz schön oft kommt. Jetzt wissen wir: Unverhofft kommt noch viel öfter. Zumindest nehmen bei uns die unverhofften Änderungen kein Ende – zum Glück wurde bislang mit jeder unverhofften Änderung alles noch ein bisschen besser. Aber nun ist das Ende der Fahnenstange erreicht – glauben wir zumindest.

Kompromisse nicht beim Baby

Zunächst schien es, dass wir viele Kompromisse eingehen müssten, würde ich wieder arbeiten gehen wollen. In meinem Fall wäre das nicht so dramatisch gewesen, aber bei unserem Sohn war für uns ein Kompromiss in Bezug auf seine Betreuung ausgeschlossen. Seit rund zwei Wochen ist er nun in unserer Wunsch-Kita, unser Eltern-Bauchgefühl sagt uns, dass es die richtige Entscheidung war und unser Sohn lässt da auch keinerlei Zweifel aufkommen.

Kompromisse beim Arbeitseinstieg

Ich hatte mich mit dem Gedanken arrangiert, zwei Tage die Woche arbeiten zu gehen. Ein sanfter Einstieg und genug Zeit für den Haushalt, so redete ich mir den Mini-Job schön. Für mich ein großer Kompromiss, aber die beste Notlösung. Doch kaum glaubte ich, dass mit dieser Kompromisslösung Ruhe einkehren würde, wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Schon vor einiger Zeit hatte ich dort ein Vorstellungsgespräch, aber damals war die Betreuung unseres Sohnes noch ungeklärt. Das war jetzt anders.

Schon nach zwei Tagen bekam ich die Job-Zusage und genau eine Woche nach der Zusage soll ich nun beginnen. Ich bin überwältigt, fassungslos, sprachlos. Besser hätte es für uns nicht kommen können! Das Wichtigste: Unser Sohn ist in einer tollen Betreuung. Unsere Sorgen darum, ob wir und vor allem er schon bereit sei, wurden von seinen klaren Signalen, dass er andere Kinder um sich haben will, im Keim erstickt. Er freut sich riesig, wenn wir ihn morgens in die Kita bringen und mindestens genau so sehr freut er sich, wenn wir ihn wieder abholen. Er ist einfach ausgeglichener, fröhlicher und weniger nölig seitdem er seine Vormittage mit anderen kleinen Kindern verbringen darf. Doch nicht nur für unseren Sohn ist alles super gelaufen, sondern auch für mich. Ich freue mich einfach riesig, wieder als Redakteurin arbeiten zu können. Und der Vater, ja der ist glücklich, dass Sohnemann und Mutter glücklich sind.

Läuft wie am Schnürchchen würde ich sagen. Aber jetzt reicht es auch. Unser Glück ist gefühlt mehr als überstrapaziert. Unser Alltag wird sich durch all diese Wendungen immens verändern und wir werden uns als Familie sicherlich neu sortieren müssen. Aber wir freuen uns drauf, denn für uns fühlt es sich nach dem richtigen Weg an. Und unverhofft hat jetzt Sendepause!

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