Weihnachten zu dritt

Unser erstes Weihnachtsfest als Eltern, als Eltern eines dreimonatigen Babys. Wie sollten wir das Fest der Feste feiern? Im Kreise unserer großen Familie mit vielen anderen Kindern und einer ewig langen Anreise? Ganz bestimmt nicht! Noch niemals hatte ich ein Weihnachtsfest ohne meine Eltern und Geschwister, ohne Großeltern, Tanten, Onkel, Cousinen und Cousins verbracht. Der Vater hatte zu meinen Gunsten seine Familie die letzten Jahre nicht gesehen. Aber auch dieses Jahr sollte ich lernen, wie es sich anfühlt, beim altbekannten Weihnachtsritual nicht dabei sein zu können. Denn wir entschieden uns gegen fünf Stunden Autofahrt, gegen Stress und Trubel, gegen Eltern, Großeltern und den Rest der buckligen Verwandtschaft, ja sogar gegen den Tannenbaum. Denn wir beschlossen, zu dritt zu feiern, ganz in Ruhe nur wir drei und unser erstes Weihnachtsfest als kleine Familie. Das war schon irgendwie komisch und wir müssen ehrlich sagen, dass sich an den Weihnachtstagen nicht so wirklich die bekannte weihnachtliche Stimmung einstellte. Es war einfach alles anders, aber vielleicht war die Stimmung, die wir in diesen Tagen verspürten, die Weihnachtsstimmung, die man als Eltern empfindet. Die Weihnachtsstimmung, wenn man selber das erste Mal die Seiten wechselt und Weihnachten nicht mehr als Kind, sondern eben selber als Elternteil erlebt.

Besinnliche Großstadt an Weihnachten

Wir haben die Ruhe genossen – und wie. Die Großstadt, die uns seit Wurmis Ankunft des Öfteren gehörig auf den Zeiger gegangen ist, war so ruhig, richtig idyllisch, besinnlich, festlich. Vollkommen begeistert waren wir auch von unserem ersten Kirchenbesuch in Hamburg, denn wir waren der Meinung, dass Wurmi an seinem ersten Weihnachtsfest unbedingt in einen Kindergottesdienst gehen sollte. Wurmi hat in seiner Bondolino friedlich an Papas Brust geschlafen, aber dafür hat dieser wunderschöne Kindergottesdienst bei uns für einen kleinen Moment Weihnachtsgefühle ausgelöst. Nicht die, die wir so aus den letzten Jahren kannten, sondern wohl die Weihnachtsgefühle, die man als Eltern so hat.

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